Microsoft arbeitet daran, Chrome besser zu machen – Folgendes passiert

Wie sich herausstellt, hat Microsoft in Bezug auf Edge eine folgenreiche Entscheidung getroffen. Der Nachfolger des Internet Explorers wird tatsächlich bald auf Chromium basieren. Tatsächlich entwickelt sich das betreffende Open-Source-Projekt mittlerweile zu einem absoluten Standard für Browser.

Dieser Eingriff des Mountain View-Giganten wird nicht nur Edge verbessern, sondern auch Chrome selbst zu einem viel besseren Browser machen.

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Ein besserer Chrome, aber nicht nur

Der Sprung von Edge von „geschlossener“ zu Open-Source-Software bringt ein echtes Erdbeben (im wahrsten Sinne des Wortes) in die Welt der Browser. Es war tatsächlich die letzte App dieser Art, die sich nicht der Open-Source-Philosophie verschrieben hat: Wer fortan auf Edge arbeitet, verbessert auch Chrome (und umgekehrt).

Nicht nur das, denn durch Osmose werden auch andere Browser auf Chromium-Basis (z. B. Opera) von dieser wichtigen Zusammenarbeit profitieren. Aber was könnten diese Verbesserungen konkret sein?

Bessere Touch-Unterstützung

Einer der häufigsten Mängel des Edge war die Verwaltung der Navigation über die Touch-Technologie. Eines der Hauptziele dieser Zusammenarbeit besteht gerade darin, die Arbeit auf Touchscreen-Geräten (ob Tablets oder Smartphones) zu erleichtern, um die Navigation reibungsloser zu gestalten. Dies wird schwarz auf weiß durch ein von der Firma Redmond veröffentlichtes Dokument dargelegt, in dem alle Gründe und Absichten erläutert werden, die die Idee der Umarmung von Chromium gestärkt haben.

Aus Microsoft-Sicht macht dieser Schritt durchaus Sinn: Der von Bill Gates geschaffene Gigant versucht mit einigem Nachdruck in die Welt der Computer mit Touch-Technologie einzusteigen. Es versteht sich von selbst, dass ein leistungsfähigerer Browser ein erheblicher Vorteil sein kann.

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Batterien, die länger halten

Wenn Microsoft Batterien und ihre Lebensdauer in dem oben genannten Dokument nicht erwähnt, gibt es starke Erwartungen, dass diese Zusammenarbeit zu einer Reduzierung des Energieverbrauchs führen wird.

Seit Jahren prahlt Microsoft mit den angeblichen Vorteilen der Akkulaufzeit des Edge gegenüber Chrome. PC-Hersteller testen die Akkulaufzeit mit Edge, dem bereits im Betriebssystem enthaltenen Browser, und jeder möchte die bestmöglichen Zahlen, um mehr Kunden zu gewinnen.

Wenn Edge eine längere Akkulaufzeit als Chrome bevorzugt, indem es seinen Browser Open Source macht, wird es einen Großteil dieses Vorteils verlieren. Gleichzeitig profitiert aber auch Chrome: Dank einigen willigen Entwicklern dürfte dieser Browser Edge leichter „imitieren“ können.

Chrome nativ auf PC mit CPU ARM

Microsoft treibt ARM-CPUs voran, aber im Moment funktionieren sie noch nicht gut. Windows auf ARM verfügt über eine Emulationsschicht, was bedeutet, dass es alle Standard-x86- und x64-Desktop-Software ausführen kann, mit der Sie vertraut sind. Aber dieses Maß an Emulation verlangsamt alles, was Sie tun, ein wenig.

All dies führt dazu, dass Chrome unter Windows, das auf einem PC mit ARM installiert ist, einen starken Geschwindigkeitsverlust erfährt. In diesem Sinne leistet Microsoft viel Arbeit, um den Chromium-Port auf ARM64 zu optimieren, und nutzt dabei auch die Zusammenarbeit mit Google-Ingenieuren.

Verbesserungen der Zugänglichkeit

Ja, es ist wahr. Vielen von uns ist diese Funktion völlig unbekannt… aber es muss gesagt werden, dass die Arbeit von Microsoft an Chromium die Zugänglichkeit der betroffenen Browser verbessern könnte.

Wie von demselben Unternehmen im oben genannten Dokument angegeben, wird es durch die Kombination von Chromium-Codes und Microsoft UI Automation (UIA)-Schnittstellen, Windows-Ease-of-Access-Einstellungen (z. B. hoher Kontrast und Untertitelstil) eine deutliche Verbesserung in diesem Sinne geben.

Das sind großartige Neuigkeiten für viele Menschen. Und da all diese Arbeiten in Chromium erledigt werden, bedeutet dies, dass auch Chrome direkt davon profitiert.

Weitere kleine Verbesserungen

Microsoft wird seine Edge-Browser-Oberfläche mit einzigartigen Funktionen wie dem Zeichnen von Webseiten und der Cortana-Integration gestalten, aber das ist noch nicht alles. Beispielsweise bevorzugen viele Leute die Textwiedergabe von Microsoft Edge und halten es für besser als Chrome unter Windows 10. Wenn Microsoft dies zur Kenntnis nimmt und die Wiedergabe des neuen Edge-Browsers verbessert, wird sich auch die Textwiedergabe von Chrome in der Folge verbessern.

Das Absichtsdokument besagt auch, dass die Sicherheit ein Bereich von größter Bedeutung ist. Die gesamte Arbeit von Microsoft an der Sicherheit von Edge wird sich auch direkt auf Chromium auswirken, wodurch Chrome in einer Windows 10-Umgebung noch sicherer wird.

Die Apps von Electron könnten viel besser funktionieren

Es gibt weitere potenzielle Verbesserungen für alle Windows-Benutzer, auch für diejenigen, die Chrome nicht verwenden!

Viele moderne Desktop-Anwendungen wurden über Electron entwickelt, das heißt, sie nutzen ein Open-Source-Framework, das die Entwicklung plattformübergreifender Apps ermöglicht. Diese Software wird mit Webtechnologien erstellt und führt ihre eigenen Fenster auf dem Desktop aus. Aber jede Electron-Anwendung enthält ihre eigene eingebaute Mini-Version von Chromium.

Stellen Sie sich vor, Sie hätten für jede Website, die Sie verwenden, einen separaten Chrome-Browser – Sie benötigen mehr Arbeitsspeicher, mehr Speicherplatz und mehr Update-Downloads. Das passiert heute mit Apps dieser Art.

Mit der Standardisierung von Windows 10 auf einem Chromium-basierten Browser haben Entwickler die Möglichkeit, die Technologie, die diese Anwendungen benötigen, direkt in das Betriebssystem zu integrieren, wodurch Anwendungen leichter werden.

Firefox und Safari: Wie sieht die Zukunft der Konkurrenz aus?

unverzichtbare PC-Programme

Chrome und Safari basierten beide auf WebKit, wurden jedoch vor einigen Jahren eingeführt. Blink (ein in Chromium gefundener Code) und die von Safari verwendete WebKit-Engine sind sich jedoch beide sehr ähnlich, so dass einige der Arbeiten von Microsoft es möglicherweise auch in den Apple-Browser schaffen.

Ist Mozilla Firefox also das einzige schwarze Schaf? Auf keinen Fall. Das Edge – Chromium Binomial wird auch diesem Browser Vorteile bringen, wenn auch reflexartig.

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